Mai 2026: Wenn der Weltmeister zum Eifel-Pilger wird
Am 16. und 17. Mai 2026 steigt auf der Nordschleife das ADAC Ravenol 24h Nürburgring – und die Eifel erlebt eines der größten Motorsport-Events der letzten Jahre. Grund: Zum ersten Mal in der Geschichte des Rennens steht ein amtierender Formel-1-Weltmeister in der Startaufstellung. Max Verstappen tritt mit seinem eigens gegründeten Team Verstappen Racing an, Fahrzeug ist ein Mercedes-AMG GT3, an seiner Seite fährt der erfahrene Langstrecken-Profi Lucas Auer.
Es ist nicht Verstappens erster Ausflug auf die Grüne Hölle: Bereits im September 2025 gab der Niederländer sein Debüt in der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS), damals im Ferrari 296 GT3. Das Ergebnis bei seinem ersten Start: Sieg. Kein Wunder also, dass er den nächsten Schritt wagt – 24 Stunden, 200.000 Fans, rund 160 Autos gleichzeitig auf der Strecke, Regenfronten, die innerhalb von Minuten kommen und gehen.
Der Effekt auf das Rennwochenende im Mai ist enorm. Tickets und Camping-Plätze waren im Januar innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Die deutschen TV-Sender haben ihre Sendezeit verdoppelt. Auf YouTube-Livestreams werden Rekord-Zuschauerzahlen erwartet. Das 24h Nürburgring ist 2026 nicht nur ein Rennen – es ist ein weltweites Motorsport-Event.
Das sagt alles über die Nordschleife: Sie ist kein Museum. Sie ist der Ort, an den die besten Fahrer der Welt pilgern, wenn sie wissen wollen, wie gut sie wirklich sind. 20,832 Kilometer, 73 Kurven, 300 Meter Höhenunterschied – und keine andere Strecke, die ihre Fahrer so ehrlich spiegelt.
Warum die Nordschleife bis heute unerreicht ist
Es gibt Rennstrecken. Und es gibt die Nordschleife. Die Schleife durch die Eifel ist nicht einfach nur ein Kurs – sie ist ein Mythos, eine Prüfung, eine Obsession. Jackie Stewart taufte sie Grüne Hölle. Niki Lauda überlebte hier 1976 eines der schwersten Feuerunfälle der Formel-1-Geschichte. Und bis heute misst sich jeder ambitionierte Sportwagenhersteller der Welt an ihrer Rundenzeit.
In diesem Artikel bekommst du die komplette Übersicht: harte Fakten, die wichtigsten Kurven, die größten Rekorde, das 24-Stunden-Rennen, in dem Verstappen im Mai an den Start geht – und am Ende erfährst du, warum ein 3D-Rahmen der Nordschleife mehr ist als nur Deko.
Die harten Fakten zur Nordschleife
Zahlen können einen Mythos selten greifbar machen. Bei der Nordschleife schon:
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Länge: 20,832 Kilometer (die reine Nordschleife ohne GP-Kurs)
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Kurven: 73 (33 Links- und 40 Rechtskurven)
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Höhenunterschied: rund 300 Meter zwischen tiefstem und höchstem Punkt
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Eröffnung: 18. Juni 1927
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Standort: Nürburg, Eifel, Rheinland-Pfalz
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Offizieller Rundenrekord: 5:19,546 Minuten – Porsche 919 Hybrid Evo, Timo Bernhard (2018)
Die Zahl, die einem am meisten im Kopf bleibt, ist die Länge. 20,832 Kilometer. Zum Vergleich: Monaco hat 3,337 km, Spa-Francorchamps 7,004 km. Die Nordschleife ist damit fast dreimal so lang wie die zweitlängste F1-Strecke – und sie hat kaum einen Meter, der einfach ist.
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Ein kurzer Geschichtsabriss
Die Geburt eines Mythos (1925–1927)
Die Eifel war in den 1920er Jahren eine wirtschaftlich abgehängte Region. Um Jobs zu schaffen und den deutschen Motorsport nach dem Ersten Weltkrieg zurück auf die Landkarte zu holen, beschloss man den Bau einer Rennstrecke. 25.000 Arbeiter formten innerhalb von zwei Jahren das, was heute als Nordschleife bekannt ist. Am 18. Juni 1927 fand das Eröffnungsrennen statt – gewonnen von Rudolf Caracciola auf einem Mercedes-Benz S.
Das goldene Zeitalter der Formel 1 (1951–1976)
Von 1951 bis 1976 war die Nordschleife regelmäßig Austragungsort des Großen Preises von Deutschland. Namen wie Fangio, Moss, Clark und Stewart schrieben hier Geschichte. Jackie Stewart bezeichnete sie nicht nur als Grüne Hölle, er forderte auch ihre Stilllegung für den F1-Zirkus – aus Sicherheitsgründen. Das Ende kam 1976 mit Niki Laudas Unfall in der Bergwerkskurve. Danach war die Nordschleife für die Formel 1 endgültig zu gefährlich.
Die Wiedergeburt als Volks-Strecke (1977–heute)
Nach dem Formel-1-Aus entwickelte sich die Nordschleife zu etwas Einzigartigem: einer Rennstrecke, die fast jeder befahren darf. Die Touristenfahrten, das 24-Stunden-Rennen und Industrietests machen sie bis heute lebendig. Nahezu jeder Sportwagen der Welt wird hier abgestimmt – vom Porsche GT2 RS bis zum Tesla Roadster.
Die wichtigsten Kurven der Nordschleife
Flugplatz & Schwedenkreuz
Nach dem Start geht es schnell in den Flugplatz – eine leichte Anhöhe, auf der die Fahrzeuge bei hoher Geschwindigkeit tatsächlich kurz abheben können. Das folgende Schwedenkreuz wird teilweise mit über 280 km/h durchfahren. Mut ist hier kein Bonus, sondern Grundvoraussetzung.
Fuchsröhre
Die Fuchsröhre ist ein steiler Einschnitt mit starker Kompression am Ende. Wer hier zu spät bremst, lernt schnell, warum die Nordschleife den Ruf hat, Autos zu verschlucken. Für viele Profis ist es die Kurve, die sie am meisten fürchten – und lieben.
Karussell (Caracciola-Karussell)
Das Karussell ist vermutlich die berühmteste Kurve der Welt. Eine Steilkurve aus Beton, in der die Fahrer bewusst den Außenrand hochkriechen, um durch die Fliehkraft beschleunigt zu werden. Jeder Fan kennt die Bilder – und jeder, der sie selbst gefahren ist, versteht, warum sie nach Rudolf Caracciola benannt wurde.
Bergwerk
Hier verunglückte Niki Lauda 1976. Die Kurve liegt in einer Senke mit wenig Auslauf. Das Bergwerk ist ein stiller Ort, der jedem Nordschleifen-Fan etwas abverlangt.
Pflanzgarten & Stefan Bellof S
Schneller Rhythmus-Wechsel, zwei knackige Kompressionen und ein langer Doppel-Rechts. Benannt nach Stefan Bellof, der 1983 im Porsche 956 einen legendären Rundenrekord aufstellte – eine Zeit, die erst 2018 geschlagen wurde.
Die größten Rekorde
Die Jagd nach der schnellsten Runde auf der Nordschleife ist einer der spannendsten Subplots des Motorsports. Einige Meilensteine:
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1983 – Stefan Bellof, Porsche 956: 6:11,13 – Rekord, der 35 Jahre hielt
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2017 – Lamborghini Huracán Performante: 6:52,01 (Serien-Rekord für einen kurzen Moment)
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2018 – Porsche 911 GT2 RS MR: 6:40,3 (Serien-Rekord)
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2018 – Porsche 919 Hybrid Evo, Timo Bernhard: 5:19,546 – absoluter Allzeitrekord
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2023 – Mercedes-AMG One: 6:35,183 (neuer Serienwagenrekord)
Der Kampf um die schnellste Straßenwagen-Rundenzeit ist längst zum Marketing-Olympia geworden. Aber egal, wer gerade vorne liegt – die Nordschleife bleibt die ehrlichste Messlatte, die der Automobilbau kennt.
Das 24-Stunden-Rennen: Volksfest, Härteprüfung und 2026 der Verstappen-Effekt
Einmal im Jahr verwandelt sich die Eifel in ein gigantisches Zeltlager. Beim 24-Stunden-Rennen pilgern rund 200.000 Fans an die Strecke. Das Rennen selbst ist eine Materialschlacht: GT3-Geschosse fahren neben Cup-Clios, über 160 Autos sind gleichzeitig unterwegs. Wer hier gewinnt, hat einen Eintrag im ewigen Motorsport-Gedächtnis.
Die Ausgabe 2026 wird besonders: Vom 14. bis 17. Mai steigt das ADAC Ravenol 24h Nürburgring – und mit Max Verstappen steht erstmals ein amtierender F1-Weltmeister in der Startaufstellung. Sein eigens gegründetes Team Verstappen Racing tritt mit einem Mercedes-AMG GT3 an, an seiner Seite der erfahrene Langstrecken-Profi Lucas Auer. Tickets und Campingplätze waren im Januar innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Wer das Rennen live sehen will, muss sich auf den üblichen Eifel-Trick verlassen: Freunde kennen, die einen Stellplatz haben.
Touristenfahrten: Die Grüne Hölle selbst erleben
Der Wahnsinn an der Nordschleife: Du kannst sie selbst fahren. An ausgewählten Tagen öffnet die Strecke als öffentliche Mautstraße. Einzige Regel: Die StVO gilt. Du kaufst dir eine Rundenkarte (die berühmten Green Hell Credits) und los geht's. Keine Absprachen, keine Qualifying-Sessions – nur du, dein Auto und 20,832 Kilometer Legende.
Ein Tipp, wenn du es das erste Mal versuchst: Fahr die ersten drei Runden deutlich unter deinem Limit. Die Strecke ist komplexer, als jedes YouTube-Video vermitteln kann. Jede Kurve verändert sich mit Temperatur, Wetter und Verkehr.
Die Nordschleife im Sim Racing
Wenn die Strecke gerade gesperrt ist oder du nicht gerade einen GT3 im Fuhrpark hast: Im Simulator ist die Nordschleife seit Jahren digitaler Fixstern. Assetto Corsa, iRacing, Automobilista 2 und Gran Turismo bieten extrem präzise Versionen. Für echte Nerds gibt es Laser-scannte Mods, die auf den Zentimeter genau stimmen.
Die Nordschleife als Design-Objekt: Warum ein 3D-Rahmen mehr ist als Deko
Wenn dich die Nordschleife einmal gepackt hat, willst du sie irgendwie immer bei dir haben. Ein Poster wird schnell langweilig. Ein 3D-gedruckter Rahmen dagegen macht etwas, das kein Bild kann: Er zeigt das echte Höhenprofil. Die 300 Meter Höhenunterschied zwischen Hatzenbach und Döttinger Höhe werden sicht- und fühlbar.
Unsere Nordschleifen-Rahmen sind Made in Germany, millimetergenau gefertigt und kombinieren Streckenverlauf, Höhenprofil und Kurvennamen in einem Design-Objekt. Wer einmal den Finger über die Fuchsröhre gleiten lässt, versteht den Unterschied.
FAQ: Nordschleife in Kürze
Wie lang ist die Nordschleife?
Die Nordschleife ist 20,832 Kilometer lang. Kombiniert mit dem Grand-Prix-Kurs kommt man auf die volle Länge von 25,378 Kilometern (sogenannte Gesamtstrecke).
Was ist der aktuelle Rundenrekord?
Der absolute Allzeitrekord liegt bei 5:19,546 Minuten, aufgestellt von Timo Bernhard im Porsche 919 Hybrid Evo im Juni 2018. Für Serienwagen hält aktuell der Mercedes-AMG One mit 6:35,183 die Bestmarke.
Darf ich selbst auf der Nordschleife fahren?
Ja. An Touristenfahrten-Tagen kannst du mit einem eigenen Fahrzeug Runden drehen. Eine einzelne Runde kostet aktuell rund 35 Euro. Alternativ bieten mehrere Anbieter vor Ort Fahrzeuge zur Miete.
Warum Grüne Hölle?
Der Spitzname geht auf Jackie Stewart zurück, der nach seinem ersten Sieg 1968 im strömenden Regen den Begriff Green Hell prägte – eine Kombination aus der grünen Eifellandschaft und der extremen Schwierigkeit der Strecke.
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