Die Interlagos Rennstrecke gehört zu den kürzesten Kursen im Formel-1-Kalender und zu den anspruchsvollsten. Gefahren wird gegen den Uhrzeigersinn, die Anlage liegt zwischen zwei Stauseen im Süden von São Paulo, und das Gelände schickt die Autos in ein ständiges Auf und Ab. Hier bekommst du die Strecke Abschnitt für Abschnitt, dazu Geschichte, Wetterlage, Tipps für den Besuch und eine Idee, wie der Kurs an die Wand kommt.
Zwischen zwei Stauseen: wo die Interlagos Rennstrecke liegt
Der Kurs liegt im Stadtteil Interlagos ganz im Süden von São Paulo, eingeklemmt zwischen den Stauseen Guarapiranga und Billings. Genau daher kommt der Name: Interlagos heißt sinngemäß „zwischen den Seen“. Nach dem brasilianischen Fahrer José Carlos Pace trägt die Anlage heute den Namen Autódromo José Carlos Pace.
Die heutige Runde misst 4,309 Kilometer und hat 15 Kurven – damit ist sie deutlich kürzer als die meisten modernen Kurse. Gefahren wird gegen den Uhrzeigersinn, also überwiegend nach links. Das ist in der Formel 1 eher die Ausnahme; gegen den Uhrzeigersinn geht es etwa auch auf dem Circuit in Austin oder in Imola.
Von 1940 bis heute: die Geschichte von Interlagos
Das Gelände war ursprünglich als Wohnsiedlung geplant. Aus dem Bauprojekt wurde nichts, stattdessen entstand eine Rennstrecke, die 1940 eröffnet wurde. Die alte Variante war mit knapp acht Kilometern fast doppelt so lang wie die heutige und führte weiter in Richtung der Seen hinaus.
1973 kam die Formel-1-Weltmeisterschaft erstmals nach Interlagos. Nach einer Pause in den Achtzigern – zwischenzeitlich fuhr die Serie in Rio de Janeiro – kehrte sie 1990 auf die stark verkürzte Strecke zurück, die im Grundriss bis heute gefahren wird. Der Namensgeber José Carlos Pace hatte 1975 sein Heimrennen hier gewonnen.
Eine Runde gegen den Uhrzeigersinn: die Abschnitte der Interlagos Rennstrecke
Vom Start weg geht es bergab ins S do Senna, die berühmte Links-Rechts-Kombination direkt nach der Geraden. Wer hier zu spät bremst, landet in der Auslaufzone – und wer gut herauskommt, hat die lange Reta Oposta vor sich, den zweiten großen Vollgasabschnitt.
Danach folgt die Descida do Lago, die Abfahrt Richtung See, anschließend das langsamere Mittelstück: die weit gezogene Ferradura (Hufeisen), Laranjinha, Pinheirinho und die enge Haarnadel Bico de Pato, die Entenschnabel heißt, weil sie auf der Karte genau so aussieht.
Über Mergulho geht es zur Junção, der letzten Linkskurve im Tal. Ab dort beginnt die Subida dos Boxes: ein langer, leicht gekrümmter Anstieg zurück zur Start-Ziel-Geraden. Dieser Abschnitt entscheidet Rennen, weil der Windschatten über die gesamte Steigung wirkt und die Verfolger vor der ersten Kurve heran sind.
Warum die Höhenunterschiede den Kurs prägen
Auf der Karte wirkt Interlagos kompakt, in der Realität ist es ein Wellenprofil. Der Start-Ziel-Bereich liegt hoch, das Mittelstück tiefer, und die letzte Passage klettert komplett wieder hinauf. Dazu kommt der Untergrund: Die Strecke gilt seit Jahrzehnten als eine der unebensten im Kalender, was die Abstimmung zwischen Bodenfreiheit und Kurvenspeed zur Gratwanderung macht.
Genau das sieht man auf einer flachen Streckenkarte nicht. Im 3D-Relief der Strecke Brasilien steht die Linienführung dagegen erhaben über der Umgebungskarte, und der Verlauf zwischen Anstieg und Talsohle wird als Form lesbar statt als Zahlenkolonne.

Fahrer berichten außerdem von der Belastung durch die Linkskurven: Weil der Kopf über eine Renndistanz fast immer in dieselbe Richtung gedrückt wird, ist der Nacken anders gefordert als auf Strecken im Uhrzeigersinn. Mehr über Kurven mit eigenem Charakter findest du in unserer Übersicht zu den legendärsten Kurven der Motorsport-Welt.
Wetter und Rennverlauf: warum in São Paulo selten alles nach Plan läuft
Der Große Preis von São Paulo wird üblicherweise im November gefahren – auf der Südhalbkugel also im Frühling. Über der Stadt bauen sich an solchen Nachmittagen regelmäßig Gewitterzellen auf, die innerhalb weniger Minuten über die Strecke ziehen und ebenso schnell wieder weg sind. Mehrere Brasilien-Rennen der vergangenen Jahrzehnte wurden genau dadurch entschieden.
Dazu kommt die kurze Rundenzeit. Wer auch nur ein paar Sekunden verliert, gerät in den Überrundungsverkehr, und eine Safety-Car-Phase drückt das Feld sofort wieder zusammen. Auch das Sprint-Format hat in São Paulo schon mehrfach stattgefunden, was am Samstag zusätzliche Punkte und zusätzliche Unruhe bringt.
Als Fan vor Ort: was du zum Besuch wissen solltest
Interlagos ist eine Strecke zum Zuschauen. Weil das Gelände abfällt, siehst du von den höher gelegenen Rängen große Teile der Runde – anders als auf vielen flachen Neubaustrecken. Beliebt sind die Tribünen an der Start-Ziel-Geraden, am Senna-S und rund um die Junção, wo die Autos den Anstieg beginnen.
Praktisch: Die Anlage liegt im Stadtgebiet und ist an den Vorortbahnverkehr angebunden, was am Rennwochenende meist entspannter ist als die Anfahrt mit dem Auto. Plane trotzdem viel Zeit ein, nimm Regenschutz mit und rechne mit langen Wegen innerhalb des Geländes. Wer außerhalb der großen Rennen in São Paulo ist, findet auf der Strecke regelmäßig nationale Serien und Veranstaltungen – ein Blick in den Terminkalender der Betreiber lohnt sich vor der Reise.
Brasilien als 3D-Relief: der Kurs für die eigene Wand
Wer einmal dort war, erinnert sich an das Gefälle, den Lärm auf der Geraden und die Tribünen, die bis an die Leitplanke reichen. Als Erinnerung daran gibt es den Kurs bei uns im schwarzen Rahmen: Die Strecke ist 3D-gedruckt und steht plastisch über der Umgebungskarte, davor sitzt eine dünne Acrylscheibe.

Zwei Formate stehen zur Wahl: A4 für 55 € passt über den Schreibtisch oder in eine Reihe mit weiteren Strecken, A3 für 85 € wirkt allein an einer freien Wand. Weil der Grundriss so kompakt ist, kommt er schon in A4 gut zur Geltung. Wenn daraus eine kleine Sammlung werden soll, findest du in der Kollektion GP Frames die weiteren Kurse im gleichen Aufbau – etwa Monaco als Gegenentwurf: Stadtkurs statt Landschaftsprofil, aber ebenfalls mit deutlichem Auf und Ab.
Interlagos als Weihnachtsgeschenk für Brasilien-Fans
Das Rennen in São Paulo liegt kurz vor der Adventszeit – ein Grund, warum sich die Strecke als Geschenk für jemanden anbietet, der in der Schlussphase der Saison jedes Jahr mitfiebert. Persönlicher wird es mit der Personalisierung für 5 €: Name (bis 30 Zeichen), eine bis zu zweistellige Startnummer, Land und zwei Textzeilen mit je maximal 40 Zeichen. Eine Zeile wie „São Paulo 2025 – endlich live dabei“ passt problemlos hinein. Wichtig: Personalisierte Rahmen fertigen wir individuell an, sie sind vom Widerruf ausgeschlossen.

Für die Übergabe unterm Baum gibt es die Premium-Geschenkverpackung mit Silberfolie für 9,90 €, inklusive Schaumstoffeinlage. Und falls der Rahmen in einer Mietwohnung hängen soll, ohne dass gebohrt wird: Der Klebenagel für 3,99 € hält den Rahmen an der Wand und lässt sich rückstandslos wieder abnehmen. Wir versenden in 1–2 Werktagen, ab 85 € Bestellwert innerhalb Deutschlands versandkostenfrei – bestell für Weihnachten trotzdem lieber bis Mitte Dezember.
Häufige Fragen zur Interlagos Rennstrecke
Was bedeutet der Name Interlagos?
Der Stadtteil und die Strecke liegen zwischen den beiden Stauseen Guarapiranga und Billings. Interlagos heißt sinngemäß „zwischen den Seen“. Als Anlage heißt der Kurs heute Autódromo José Carlos Pace.
Warum fährt man in Interlagos gegen den Uhrzeigersinn?
Die Fahrtrichtung ist eine Eigenheit des Kurses, die er nur mit einer Minderheit der Strecken im Kalender teilt. Für die Fahrer bedeutet das überwiegend Linkskurven und eine ungewohnte Belastung der Nackenmuskulatur.
Wie stark fällt und steigt die Strecke in São Paulo?
Deutlich sichtbar: Vom Start-Ziel-Bereich geht es ins Senna-S bergab, das Mittelstück rund um Bico de Pato liegt merklich tiefer, und ab der Junção klettert die Strecke über die Subida dos Boxes wieder hinauf. Genau dieses Profil macht den Kurs als 3D-Relief interessant.
Wann findet der Große Preis von São Paulo statt?
Das Rennen liegt üblicherweise im November, also gegen Ende der Saison. Den exakten Termin gibt der Kalender des jeweiligen Jahres vor; prüfe ihn vor der Reiseplanung beim Veranstalter.
Warum wirkt der Kurs auf der Karte so klein?
Mit 4,309 Kilometern ist er einer der kürzesten im Kalender und passt fast vollständig in ein Dreieck aus drei langen Abschnitten. Die Details – Wellen, Gefälle, der lange Anstieg – erkennt man auf einer flachen Zeichnung kaum, im Relief dagegen sofort.
Fazit
Interlagos versteht man nicht über die Rundenlänge, sondern über das Gelände: kurz, uneben, gegen den Uhrzeigersinn und mit einem Anstieg, der bis zur ersten Kurve nachwirkt. Wer das Rennen im November verfolgt oder selbst schon auf den Tribünen saß, hat den Kurs ohnehin im Kopf – an der Wand wird er zur Erinnerung mit Profil. Schau dir dafür den Brasilien-Rahmen in A4 oder A3 an, oder lies weiter über eine zweite Strecke mit ordentlich Höhenmetern im Porträt der Austin-Rennstrecke.