Die Singapur-Rennstrecke heißt Marina Bay Street Circuit: ein 4,927 km langer Stadtkurs mit 19 Kurven, gefahren größtenteils auf öffentlichen Straßen im Zentrum, mit Hochhäusern auf der einen und der Bucht auf der anderen Seite. Wer ihn einmal gesehen hat, erinnert sich weniger an Rundenzeiten als an Bilder: die Brücken über den Singapore River, den Rasen des Padang, die Skyline über dem Wasser. Hier bekommst du den Kurs Abschnitt für Abschnitt erklärt, dazu Geschichte, Hitze, Safety-Car-Bilanz und Tipps für einen Besuch, rechtzeitig vor dem Rennwochenende vom 9. bis 11. Oktober 2026.
Die Singapur-Rennstrecke im Überblick
Der Marina Bay Street Circuit liegt am Ufer der Marina Bay, im Herzen der Stadt. Anders als eine permanente Rennstrecke besteht er größtenteils aus öffentlichen Straßen, die für das Rennwochenende mit Mauern, Zäunen und Tribünen zum Kurs werden.
Die wichtigsten Eckdaten für 2026:
- Länge: 4,927 km laut Streckenprofil der Formel 1
- Kurven: 19
- Renndistanz: 62 Runden, zusammen 305,337 km
- Fahrtrichtung: gegen den Uhrzeigersinn
- Erstes Formel-1-Rennen: 2008
- Rundenrekord im Rennen: 1:33,808 Minuten, gefahren 2025
Trotz schneller Geraden drücken viele langsame 90-Grad-Kurven zwischen Mauern und ein welliger Belag den Schnitt. Die Rennen kommen deshalb oft nah an das Zeitlimit von zwei Stunden heran. 2012 wurde es erreicht: Nach 59 statt 61 geplanten Runden war Schluss.
Streckenverlauf: der Marina Bay Street Circuit in vier Abschnitten
Eine Runde lässt sich in vier Kapitel teilen, jedes mit eigener Kulisse.

Start unter der Benjamin-Sheares-Brücke und S-Kombination
Die Start-Ziel-Gerade führt unter der Benjamin-Sheares-Brücke hindurch, einer hohen Schnellstraßenbrücke. Danach folgen die Kurven 1 bis 3 als S-Kombination: links, rechts, links.
Republic Boulevard und Raffles Boulevard: der schnelle Teil
Über den Republic Boulevard geht es auf den Raffles Boulevard, den schnellsten Abschnitt der Runde. An seinem Ende bremsen die Autos stark für Kurve 7 ab, bevor der Kurs über den Nicoll Highway und die Stamford Road ins historische Zentrum weiterführt.
Padang, Anderson Bridge und die Haarnadel
Jetzt wird es historisch: Die Strecke führt am Padang vorbei, einem großen Rasenplatz vor Bauten aus der britischen Kolonialzeit, und überquert dann die Anderson Bridge über den Singapore River. Direkt dahinter liegt Kurve 13, eine enge Haarnadel vor dem Fullerton Hotel. Sie wurde 2015 um einen Meter verbreitert, um mehr Überholmanöver zu ermöglichen. Was eine Ecke zur Legende macht, zeigt unsere Auswahl der legendärsten Kurven der Motorsport-Welt.
Esplanade Bridge und die neue Gerade auf der Raffles Avenue
Über die Esplanade Bridge quert der Kurs erneut den Singapore River und führt am Kulturzentrum Esplanade vorbei zurück an die Bucht. Bis 2022 folgte danach ein verwinkelter Abschnitt an der schwimmenden Plattform The Float, der sogar unter einer Tribüne hindurchführte. Weil dort der Platz NS Square entsteht, ersetzt seit 2023 eine lange Gerade auf der Raffles Avenue die alten Kurven 16 bis 19.
Damit schrumpfte die Runde von gut fünf Kilometern und 23 Kurven auf die heutigen 19 Kurven. Über die letzten Ecken geht es zurück auf die Start-Ziel-Gerade, in Sichtweite des Riesenrads Singapore Flyer.
Geschichte: die Formel 1 in Singapur
Rennen gab es in Singapur schon lange vor der Formel 1. Von 1961 bis 1973 wurde auf einem Straßenkurs an der Thomson Road ein Grand Prix gefahren. Bekannt war er unter anderem für die „Snakes“, eine Folge von vier Kurven. Im Magazin der Nationalbibliothek Singapurs kannst du die Geschichte des alten Thomson-Road-Grand-Prix ausführlich nachlesen.
2008 kehrte der Grand Prix zurück, diesmal als Lauf zur Weltmeisterschaft auf dem neuen Kurs an der Marina Bay. Es war das erste Nachtrennen in der Geschichte der Formel 1. Das Premierenrennen bekam später allerdings einen Makel: 2009 kam heraus, dass ein Unfall, der den Rennverlauf entscheidend verändert hatte, absichtlich herbeigeführt worden war. Der Skandal ist als „Crashgate“ bekannt.
Seitdem hat sich der Kurs mehrfach verändert:
- 2013: Die Schikane mit dem Spitznamen „Singapore Sling“ verschwindet und wird durch eine Linkskurve ersetzt.
- 2020 und 2021: Das Rennen fällt wegen der Pandemie aus. Im Januar 2022 wird der Vertrag bis 2028 verlängert.
- 2023: Umbau am Wasser, seitdem 19 statt 23 Kurven.
- 2026: Singapur ist zum ersten Mal ein Sprint-Wochenende.
Hitze und Luftfeuchtigkeit: warum Singapur so fordernd ist
Dass das Rennen erst am Abend startet, macht es nicht kühl. Auch am Abend liegen die Temperaturen in Singapur oft um 30 Grad, dazu kommt hohe Luftfeuchtigkeit. Auf dem welligen Asphalt arbeiten die Fahrer außerdem Runde für Runde viel am Lenkrad.
Die Folgen lassen sich auf der Waage ablesen: Laut Streckenprofil der Formel 1 verlieren die Fahrer im Laufe eines Rennens bis zu drei Kilogramm Körpergewicht.
2025 rief der Automobil-Weltverband FIA in Singapur zum ersten Mal überhaupt eine Hitzewarnung aus, im Reglement „Heat Hazard“ genannt, weil ein Hitzeindex von mehr als 31 Grad vorhergesagt war. Die Fahrer durften daraufhin im Auto Kühlwesten tragen.
Safety Car und Überholen: was ein Rennen in Singapur entscheidet
Auslaufzonen sind auf dem Stadtkurs rar. Wer sich verbremst, landet schnell an der Mauer, und dann kommt oft das Safety Car. Von der Premiere 2008 bis 2023 gab es in jeder Ausgabe mindestens einen Safety-Car-Einsatz. 2024 blieb es zum ersten Mal aus, 2025 ebenfalls.
Überholen ist auf den engen Straßen schwierig, entsprechend viel zählt der Startplatz: 2024 und 2025 gewann jeweils der Fahrer, der von der Pole Position losgefahren war. Kommt doch ein Safety Car, kostet ein Boxenstopp weniger Zeit, und die Teams müssen in Sekunden entscheiden, ob sie ihre Fahrer hereinholen.
Singapur als Fan erleben: Tipps für die Rennwoche
Der Zeitplan für 2026 in Ortszeit, laut aktuellem Stand:
- Freitag, 9. Oktober: 1. Training um 16:30 Uhr, Sprint-Qualifying um 20:30 Uhr
- Samstag, 10. Oktober: Sprint um 17:00 Uhr, Qualifying um 21:00 Uhr
- Sonntag, 11. Oktober: Rennen über 62 Runden um 20:00 Uhr
Singapur ist Deutschland im Oktober sechs Stunden voraus, das Rennen startet bei uns also am Sonntag um 14 Uhr.
Das Ticketangebot teilt sich in feste Tribünenplätze, etwa auf der Pit Grandstand oder der Padang Grandstand am großen Rasenplatz, und sogenannte Walkabout-Tickets, mit denen du dich in bestimmten Zonen frei bewegst. Zum Wochenende gehört ein großes Unterhaltungsprogramm mit Konzerten. Ob noch Karten frei sind, welche Zone was bietet und wo die Eingänge liegen, siehst du auf der Website des Singapore Grand Prix.
Ein paar praktische Tipps:
- Leicht anziehen: Auch nachts bleibt es tropisch warm. Luftige Kleidung und ausreichend Wasser machen den Abend angenehmer.
- Regenschutz einpacken: Schauer kommen in den Tropen oft plötzlich, ein dünner Poncho passt in jede Tasche.
- Mit der Bahn anreisen: Rund um den Kurs sind am Rennwochenende Straßen gesperrt. Die U-Bahn MRT bringt dich ins Zentrum, den Rest gehst du zu Fuß.
Wer Rennen und Sightseeing verbinden will, läuft auch außerhalb der Rennwoche große Teile des Kurses ab: über die Anderson Bridge und die Esplanade Bridge, vorbei am Padang und am Fullerton Hotel.
Die Singapur-Rennstrecke als 3D-Relief
Unser 3D-Rahmen Singapur zeigt den Stadtkurs als rote, erhabene Linie aus dem 3D-Drucker auf einer dunklen Karte von Marina Bay. Das Wasser der Bucht bleibt dunkel, drumherum zeichnen sich die hellgrauen Häuserblocks des Zentrums ab.
Seinen Charakter zeigt das Relief vor allem in der Form: viele enge, fast rechtwinklige Ecken zwischen den Häuserblocks, dazwischen lange Geraden.

Unten stehen die Flagge Singapurs und die Streckendaten: Marina Bay, 2008, 19 Kurven, 4,940 km.
Das A4-Format (21 × 30 cm) für 55 € findet neben dem Monitor Platz, das A3-Format (30 × 40 cm) für 85 € kommt auch allein über dem Sofa zur Geltung. Für 5 € Aufpreis wird der Rahmen persönlich, etwa mit deinem Namen oder der Zeile „Marina Bay, Oktober 2026“ für deinen Rennbesuch. Produziert wird in Deutschland, erst nach Bestelleingang.
Wenn dich Stadtkurse reizen, findest du in unseren GP Frames weitere Kulissen, etwa den Baku City Circuit an der Uferpromenade oder den Klassiker Monaco. Wie mehrere Strecken zusammen an einer Wand wirken, zeigen unsere Einrichtungsideen für die Mancave.
Singapur als Weihnachtsgeschenk für Motorsport-Fans
Der Rahmen passt besonders gut zu Menschen, die schon einmal in Singapur waren, sei es zum Rennen oder als Zwischenstopp auf einer Asienreise. Für sie ist die Linie auf der Karte eine Erinnerung an einen Abend an der Bucht. Ebenso eignet er sich für Fans, die den Kurs vom Fernseher auswendig kennen.
Zum Überreichen gibt es für 9,90 € die Premium-Geschenkverpackung, und für 3,99 € kommt der Klebenagel dazu.
Außerhalb unseres Shops passt dazu ein Abend mit der Rennaufzeichnung und Chicken Rice oder Laksa, oder ein Foto vom eigenen Zwischenstopp in Singapur neben dem Rahmen.
Wir versenden in 1–2 Werktagen – bestell trotzdem lieber bis Mitte Dezember. Ab 85 € zahlst du innerhalb Deutschlands keine Versandkosten, ein A3-Rahmen reicht schon. Zurückschicken kannst du innerhalb von 14 Tagen kostenlos, außer personalisierte Rahmen: Sie entstehen individuell für dich und sind vom Widerruf ausgeschlossen.
Häufige Fragen zur Singapur-Rennstrecke
Wie lang ist die Rennstrecke in Singapur und wie viele Kurven hat sie?
Die Formel 1 gibt den Marina Bay Street Circuit aktuell mit 4,927 km und 19 Kurven an, das Rennen geht über 62 Runden. Auf unserem Rahmen steht 4,940 km, die Angabe der Formel 1 aus den Jahren 2023 und 2024.
Wann ist das Rennen in Singapur 2026?
Am Sonntag, 11. Oktober 2026, um 20 Uhr Ortszeit, in Deutschland also um 14 Uhr. Erstmals gehört in Singapur ein Sprint am Samstag dazu.
Warum fährt die Formel 1 in Singapur nachts?
Der Start am Abend fällt in Europa auf den Nachmittag, so lässt sich das Rennen dort zu einer günstigen Zeit live übertragen. Unter Flutlicht wird seit der Premiere 2008 gefahren, damals das erste Nachtrennen der Formel-1-Geschichte.
Wer hat in Singapur am häufigsten gewonnen?
Rekordsieger an der Marina Bay ist Sebastian Vettel mit fünf Siegen.
Kann man die Strecke in Singapur außerhalb des Rennens besuchen?
Ja. Weil der Kurs größtenteils aus normalen Stadtstraßen besteht, kannst du über die Anderson Bridge und die Esplanade Bridge und am Padang entlang jederzeit zu Fuß gehen.
Fazit: ein Rennen, das man in Bildern erinnert
Die Singapur-Rennstrecke lebt nicht von Zahlen, sondern von ihren Bildern: der Start unter der Brücke, die Haarnadel am Fullerton Hotel, die Skyline über der Bucht. Wenn du am Sonntag um 14 Uhr einschaltest, weißt du jetzt, wo die Autos gerade sind und warum ein einziger Mauerkontakt das Rennen kippen kann. Und wer die Runde auch nach dem Rennen im Blick behalten will, hängt sich das 3D-Relief Singapur in A4 oder A3 an die Wand.
