Bald beginnt das 54. Rennen der ADAC Ravenol 24h Nürburgring. Und ob du es selbst an der Strecke erlebst, vor dem TV sitzt oder unterwegs streamst – dieses Rennen wird in die Geschichtsbücher eingehen. Nicht nur, weil es auf der anspruchsvollsten Langstrecken-Strecke der Welt stattfindet. Sondern weil zum ersten Mal ein amtierender Formel-1-Weltmeister mitfährt: Max Verstappen.
In diesem Preview bekommst du alles, was du über das 24h-Wochenende wissen musst: Favoriten, Wetterlage, Startzeiten, TV-Übertragung – und warum diese Ausgabe selbst für Nordschleifen-Veteranen eine Ausnahme ist.
Die Eckdaten zum Rennen
• Veranstaltung: ADAC Ravenol 24h Nürburgring 2026 (54. Ausgabe)
• Datum: Samstag, 16. Mai, 15:30 Uhr – Sonntag, 17. Mai, 15:30 Uhr
• Strecke: Gesamtstrecke Nürburgring (25,378 km = Nordschleife + GP-Kurs)
• Starter: rund 160 Fahrzeuge in acht Klassen
• Erwartete Zuschauer: über 220.000 an vier Tagen
• TV/Stream: NITRO (komplett live), ran.de, RaceRoom TV
Der Weltmeister-Effekt: Verstappen Racing
Max Verstappen tritt mit seinem eigens gegründeten Team Verstappen Racing an. Fahrzeug: Mercedes-AMG GT3 Evo. Fahrer-Quartett: Verstappen selbst, Lucas Auer, sowie zwei weitere erfahrene Nordschleifen-Profis für die langen Nachtstints. Die Startnummer 33 prangt groß auf dem Auto – eine Nummer, die für jeden Verstappen-Fan Kult-Status hat.
Dass der Niederländer das Rennen ernst nimmt, hat er in den letzten Wochen mehrfach bewiesen. Bereits im September 2025 gab er sein NLS-Debüt im Ferrari 296 GT3 – und gewann seinen Klasse-Start. Am 18./19. April 2026 absolvierte er die Pflicht-Qualifiers. Seitdem hat er nach eigenen Angaben mehr als 40 Simulator-Stunden auf der Gesamtstrecke abgespult. Für einen aktiven F1-Fahrer, der parallel eine Weltmeisterschaft verteidigt, ist das ein Commitment, das man selten sieht.
Die offene Frage: Kann er auch wirklich um das Podium mitfahren? Die Antwort der Insider lautet: Ja, bei trockenen Bedingungen und mit einem der Top-3-AMGs ist alles drin. Bei Regen wird es für einen Nordschleifen-Rookie allerdings extrem anspruchsvoll.

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Die Favoriten auf den Gesamtsieg
Neben dem Verstappen-Team ist das Feld wie immer stark besetzt. Die realistischen Favoriten auf den Gesamtsieg:
Rowe Racing (BMW M4 GT3)
Rowe Racing hat das Rennen in den vergangenen Jahren mehrfach gewonnen – zuletzt 2024. Die Kombination aus starker Fahrer-Besetzung, extrem zuverlässiger BMW-Technik und einem Boxen-Team, das seit Jahren perfekt eingespielt ist, macht sie zum Dauer-Favoriten.
Manthey EMA (Porsche 911 GT3 R)
Manthey ist das Synonym für Porsche am Nürburgring. Elf Gesamtsiege, unzählige Podien. Bei schwierigen Bedingungen (Regen, Nebel) gehört der Manthey-Porsche immer zu den Anwärtern.
Audi Sport Team Phoenix (Audi R8 LMS GT3 Evo II)
Phoenix ist das erfahrenste Audi-Team am Ring. Nach einer schwachen 2025er-Saison will das Team 2026 ein Comeback feiern.

Verstappen Racing (Mercedes-AMG GT3)
Als Mercedes-Kundenteam mit Werksunterstützung von AMG hat Verstappen Racing die Chance, in der ersten Reihe mitzufahren – vorausgesetzt, alle vier Fahrer bringen ihre Stints sauber durch.
Das Wetter-Drama, das immer dazugehört
Die Eifel ist im Mai eine Wundertüte. In den letzten zehn Jahren hatte das 24-Stunden-Rennen nur drei Mal durchgehend trockene Bedingungen. Starkregen, Hagel, Nebel – alles schon vorgekommen. 2016 wurde das Rennen sogar für Stunden unterbrochen, weil dichter Nebel die Sicht auf der Döttinger Höhe unter 50 Meter senkte.
Aktuelle Vorhersage für das Wochenende: gemischt. Samstag soll am Nachmittag bei 15 Grad starten, in der Nacht sind Schauer angekündigt. Sonntag bessert sich das Wetter voraussichtlich. Wer live vor Ort ist: Denk an Regenkleidung und Thermo-Layer. Die Nächte in der Eifel sind auch im Mai empfindlich kalt.
Die Streckenabschnitte, auf die du achten solltest
Fuchsröhre
Die Abfahrt in die Fuchsröhre ist einer der spektakulärsten Abschnitte für Zuschauer. Bremsenglühen, hohe Geschwindigkeiten, viele Überholmanöver. In der Fuchsröhre entscheidet sich oft, wer die Strategie zahlt und wer sie gewinnt.
Karussell
Das Caracciola-Karussell ist einer der meistbesuchten Zuschauerbereiche. GT3-Bolide in der Betonsteilkurve – ikonische Bilder.
Döttinger Höhe
Die längste Gerade der Strecke. Hier werden rund 300 km/h erreicht. Windschatten-Duelle und Überholmanöver sind Standard.
Tickets und Zuschauer: so viel wie selten
Wer 2026 live vor Ort ist, hat sich das früh gesichert: Camping-Plätze waren im Januar 2026 innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Tageskarten gingen im März vom Markt. Das sogenannte Verstappen-Wochenende ist ausverkauft wie sonst nur Ausgaben mit prominenten Ferrari-Einsätzen.
Tipp für Kurzentschlossene: An den Tribünen am Grand-Prix-Abschnitt gibt es oft noch Tagesrestplätze. Die Atmosphäre ist dort weniger gemütlich als im Brünnchen oder Adenauer Forst, aber du siehst mehr Rennen in weniger Zeit.
Wie du das Rennen verfolgen kannst
• TV: NITRO zeigt das komplette Rennen live (rund 24 Stunden durchgehend)
• Stream: ran.de zeigt eine eigene Produktion mit Onboard-Feeds
• International: 24hseries.com-Stream mit englischem Kommentar
• Radio: Radio Nürburgring auf 107,3 FM in der Eifel-Region
• App: Die offizielle 24h-App zeigt Live-Timing, Positionen, Boxen-Stopps
Was das Rennen für die Nordschleife bedeutet
Ein aktiver F1-Weltmeister auf der Grünen Hölle – das hat es in dieser Form noch nie gegeben. Die letzte vergleichbare Situation war 1970: Jackie Stewart, damals F1-Champion, startete beim ADAC 1000-km-Rennen. Verstappens Teilnahme 2026 ist ein Wendepunkt. Sie zeigt, dass die Nordschleife für die aktiven Formel-1-Fahrer heute wieder begehrenswert ist – als ehrlichste Fahr-Herausforderung der Welt.
Egal, ob Verstappen gewinnt oder nicht: Das 24h-Rennen 2026 wird die Wahrnehmung der Nordschleife international verändern. Die Zuschauerzahlen in den USA und Asien, wo Verstappen eine riesige Fangemeinde hat, werden Rekordniveau erreichen.
Die Nordschleife für die Wand
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